Pfefferkuchen: mein altes Familienrezept
Würzige Pfefferkuchen – Ein Hauch Kindheit und Tradition
Der Duft von frisch gebackenen Pfefferkuchen gehört für mich zu den schönsten Kindheitserinnerungen – die würzige Süße, die Wärme des Backofens und das gemeinsame Ausstechen der Kekse. Unser Familienrezept wurde mir als „gammelmormors Pepparkakor“ mitgegeben. Das wäre also das Rezept von meiner Ur-Ur-Oma mütterlicherseits. Diesen Teig bereite ich gerne bereits zum ersten Advent zu und habe dann durch die ganze Adventszeit backfertigen Teig in der Speisekammer! – Es sei denn, die Weihnachtsmäuse naschen zu viel! Dann muss ich noch einen Schwung Teig ansetzen…
Der Dezember ist für viele nicht nur gemütlich, sondern auch anstrengend.
Falls dir diese Zeit gerade eher schwer fällt: Hier findest du meinen Schwerpunkt über Entlastung, Mental Load und ein ruhigeres Tempo.
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Das Rezept ist einfach, authentisch und voller Geschmack. Ich habe das Rezept leicht an deutsche Zutaten angepasst. Das Originalrezept ist Auszugsmehl aus Weizen. Wir verwenden in unserer Küche aber ausschließlich Dinkel. Sirup ist eine Backzutat, die in Schweden in vielen Variationen zu erhalten ist. Ich benutze stattdessen den hier gut erhältlichen Zuckerrübensirup.
Die Geschichte unserer Pfefferkuchen
Pfefferkuchen, in Schweden „Pepparkakor“ genannt, sind ein Klassiker der Weihnachtszeit. Trotz ihres Namens enthalten sie oft keinen Pfeffer – zumindest nicht mehr. In der Vergangenheit wurde der Begriff für alle Arten von stark gewürztem Gebäck verwendet. Unser Familienrezept stammt aus einer Zeit, in der Gewürze wie Ingwer, Nelken und Zimt echte Kostbarkeiten waren. Sie heben sich durch eine besonders würzige Note hervor, die perfekt mit der süßen Karamellnote des Sirups harmoniert.
Zutaten
- 525 g Zuckerrübensirup
- 375 g Sahne
- 625 g Zucker
- 250 g Butter
- 2 El Nelken, gemahlen
- 2 El Ingwer, gemahlen
- 3 El Zimt (Zeylon)
- 1250 g Dinkelmehl
- 2,5 El Natron
Zubereitung Schritt für Schritt
1. Der Teig:
Sirup, Zucker, Butter und Sahne in einem Topf vorsichtig erwärmen bis die Butter geschmolzen und der Zucker sich aufgelöst hat. (Nicht kochen!)Die Masse in einer großen Schüssel etwas abkühlen lassen.
Mehl, Natron und Gewürze mischen und alles in die Sirupmischung zu einem glatten Teig mischen. Es fügt sich alles zu einer dunklen glänzenden Masse zusammen. Den Teig nun mit einem Teller abdecken und mindestens 12 Stunden (oder über Nacht) im Kühlschrank oder in der kühlen Speisekammer ruhen lassen. Hier hält der Teig sich wirklich lange und ist jederzeit einsatzbereit!

2. Ausstechen:
Den Backofen auf 200 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Einen Teigklumpen auf einer bemehlten Arbeitsfläche etwas warmkneten. Hier ist meist mehr Mehl auch nötig (siehe Bilder) damit der Teig nicht an der Unterlage und die Förmchen klebt. Dann etwa 2–3 mm dünn ausrollen. Jetzt nach Lust und Laune Formen ausstechen – Sterne, Herzen, Tannenbäume, Lebkuchenfiguren, Engel oder warum nicht Posaunen, Krippenfiguren und Schweinchen?

3. Backen:
Die ausgestochenen Kekse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Je nach Größe der Pfefferkuchen ca. 4-5 Minuten backen, bis die Pfefferkuchen etwa doppelt so dick sind. Achtung: Sie sollten nicht zu dunkel werden, da sie sonst bitter schmecken können. Aus dem Ofen nehmen und mit einem Pfannenwender auf einem Gitter abkühlen lassen. Sie sind noch weich wenn sie aus dem Ofen kommen und härten beim Abkühlen nach.

Tipps für den perfekten Pfefferkuchengenuss
- Herzhafte Kombinationen:
Wer eher eine Liebhaber*in von herzhaften Leckereien ist, kann diese Pfefferkuchen wunderbar mit Käse naschen. Vielleicht mit einem Glas trockenen Rotwein. Manche Menschen schwören auch auf die Kombination mit Gorgonzola. Mut und Neugierde sind in diesem Fall gute Ratgebende! - Dekoration:
Nach dem Backen können die Kekse mit Zuckerguss verziert werden. Einfach Puderzucker mit etwas Zitronensaft anrühren und Muster auf die Kekse zeichnen. Auch gehackte Mandeln oder Streusel passen hervorragend. - Aufbewahrung:
Die Pfefferkuchen halten sich in einer luftdichten Dose mehrere Wochen und werden mit der Zeit sogar noch aromatischer. Perfekt also, um schon frühzeitig mit dem Backen zu beginnen.

Warum ich dieses Rezept liebe
Die Adventszeit ist wirklich gefüllt mit süßen Leckerein. Da kann die Lust auf diese eher würzigen Plättzchen groß sein! Einfach mal als Nachtisch nach dem Mittagessen im Advent macht diese Zeit für mich zu einem Stück Heimat!
Und wenn dir die Adventszeit manchmal eher zu viel wird als zu wenig:
Ich habe aufgeschrieben, warum diese Wochen so viele überfordern – und was helfen kann, ohne zusätzlichen Stress zu machen.
→ Zum Dezember-Schwerpunkt
Vielleicht habt ihr ja Lust, dieses Rezept auszuprobieren und es in eure eigene Familientradition aufzunehmen. Für mich ist es immer wieder ein kleines Fest, wenn die ersten Kekse aus dem Ofen kommen und die ganze Küche nach Weihnachten duftet.
Schwedische Pfefferkuchen
Ingredients
- 525 g Zuckerrübensirup
- 375 g Sahne
- 625 g Zucker
- 250 g Butter
- 2,5 El Nelken, gemahlen
- 2 El Ingwer, gemahlen
- 3 El Zimt (Zeylon)
- 1250 g Dinkelmehl
- 2,5 El Natron
Instructions
Teig vorbereiten:
- Sirup, Zucker und Sahne in einem Topf vorsichtig erwärmen bis sich der Zucker aufgelöst hat. (Nicht kochen!)
- Die Masse in einer großen Schüssel etwas abkühlen lassen.
- Mehl, Natron und Gewürze mischen und alles in die Sirupmischung zu einem glatten Teig mischen. Es fügt sich alles zu einer dunklen glänzenden Masse zusammen.
- Der Teig nun mit einem Teller abdecken und mindestens 12 Stunden (oder über Nacht) im Kühlschrank oder in der kühlen Speisekammer ruhen lassen. Hier hält der Teig sich wirklich lange und ist jederzeit einsatzbereit!
Ausstechen:
- Backofen auf 200 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
- Einen Teigklumpen auf einer bemehlten Arbeitsfläche etwas warmkneten.
- Teig etwa 2–3 mm dünn ausrollen.
- Nach Lust und Laune Formen ausstechen – Sterne, Herzen, Tannenbäume, Lebkuchenfiguren, Engel oder warum nicht Posaunen, Krippenfiguren und Schweinchen?
Backen:
- Die ausgestochenen Kekse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Darauf achten, dass auf einem Blech immer etwa gleichgroße Kekse liegen.
- Je nach Größe der Pfefferkuchen ca. 4-5 Minuten backen, bis die Pfefferkuchen etwa doppelt so dick sind. Achtung: Sie sollten nicht zu dunkel werden, da sie sonst bitter schmecken können.
- Aus dem Ofen nehmen und mit einem Pfannenwender auf einem Gitter abkühlen lassen. Sie sind noch weich wenn sie aus dem Ofen kommen und härten beim Abkühlen nach.
Die Pfefferkuchen sind bei uns im Haus spätestens zum 13. Dezember – das Luciafest – ein Muss. Probiert das Rezept aus, dazu noch die herrlich gelben „Lussekatter“ – das traditionelle Safrangebäck – und lasst euch vom Zauber des Luciafests inspirieren. Passende Begleitung gibt es immer bei Svt-Play – der Mediathek des schwedischen Fernsehens – Luciamorgon. Stimmungsvolles Programm mit traditionelle schwedische Musik zum Luciafest!
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Das Rezept wird gerade ausprobiert. Ich stolpere über die 100g Butter. Sie werden außer in der Zutatenliste nicht mehr erwähnt – was mache ich mit der Butter? 🙂
Oja, vielen Dank fürs Bescheid sagen! Die Butter wird mit der Sahne und dem Sirup gemisch auch mitgeschmolzen. Viel Spaß beim Backen und gutes Gelingen! Herrliche Feiertage wünschen wir alle vom Schneeglöckchenhof!
Danke für das Rezept und die tollen Tipps – meine KollegInnen, Freunde und Familie fanden die Pfefferkuchen äußerst lecker!
War auch für mich als Back-Anfängerin gut umzusetzen 🙂
Ich musste nach dem Ruhen des Teiges noch eine Menge Mehl zugeben. Vielleicht hatte ich zuvor etwas falsch gemacht …
Hi Anna,
das freut mich, dass die Pfefferkuchen geschmeckt haben! Ja, stimmt, nach dem Ruhen kommt einiges an Mehl dazu. Ich könnte das extra aufschreiben, das stimmt. Für mich ist das bisher so selbstverständlich weil es hilft, dass der Teig nicht überall festklebt. Außerdem messen Kinder das einmehlen der Arbeitsfläche bei mir zumindest immer sehr großzügig!
Sei, beruhigt, du hast sicherlich nichts falsch gemacht!
Liebe Grüße, Linn