Ich bin Linn.

Ich lebe mit meiner Familie auf einem Hof in Friesland –
Mit Garten, Obstbäumen, Wind – und einem Alltag, der oft nichts Besonderes ist.

Ich backe Brot, ziehe Jungpflanzen vor, koche täglich und liebe dabei einfache Rezepte und Vorratshaltung.

Ich organiziere mein und unser Familienleben. Zum einen, weil ich es gern mache. Ich bin gern zu Hause. Ich arbeite gern selbstständig vor mich hin und bestimmemein Ablauf.

Zum anderen, weil es sonst niemand tut. Weil niemand so für meine Kinder da ist, wie ich es möchte. Beides stimmt.

Natur, Rezepte, Gemüse, Leben

Warum ich so lebe

Ich mag an meinem Alltag, dass er zeitlos ist. Menschen mussten immer essen. Über Jahrtausende haben sie Lebensmittel angebaut, Vorräte angelegt und ihre Familien versorgt. Das ist nichts Neues und nichts Ideologisches. Es ist etwas sehr Grundsätzliches.

Ich versorge uns teilweise selbst, weil ich Unabhängigkeit mag. Ich gehe nicht gern einkaufen. Ich mag es, wenn Mehl, Gläser und Kartoffeln im Haus sind und ich weiß, was wir haben. Das gibt mir Ruhe. Gleichzeitig lebe ich in einer Welt mit Supermärkten und Lieferdiensten. Ich lehne das nicht ab – ich möchte nur nicht komplett davon abhängig sein.

Kochen backen schneiden


Ich bin Hausfrau. Hätte ich mir nie ausdenken können aber ich bin es mittlerweile gerne. Ich glaube nicht, dass das der richtige Weg für alle ist. Ich lebe so, weil es so wurde. Ich habe das beste aus meiner Realität gemacht.

Ich mag diese Form von Verantwortung. Sie stabilisiert mich – und sie hat ihren Preis. Care-Arbeit ist wertvoll, aber finanziell kaum abgesichert. Auch das gehört zur Wahrheit.Ich romantisiere weder Landleben noch Einsamkeit.

Gartenarbeit ist Lebensqualität

Ein Leben mit Feuer

Ein Alltag nur im Kopf erschöpft mich. Termine, Gedanken, Organisation – das macht müde, aber nicht zufrieden.

Körperliche Arbeit ist anders. Wenn ich grabe, trage, backe oder einkoche, bin ich abends körperlich erschöpft. Meine Hände haben gearbeitet. Mein Rücken spürt den Tag. Und vor mir steht etwas Fertiges – Brot, ein vorbereitetes Beet, gefüllte Gläser.

Diese Form von Erschöpfung fühlt sich gesund an. Sie ist nachvollziehbar. Ich weiß, warum ich müde bin.

Mein „Warum“

In der naturnahen Arbeit steckt für mich etwas Besonderes. Sie verlangsamt und verlangt Geduld. Sie fordert Aufmerksamkeit aber lässt den Kopf zur Ruhe kommen.

Ich sehe Selbstversorgung nicht als Rückschritt sondern als eine Chance mein Leben in die Hand zu nehmen.
Unser Leben hier in Mitteleuropa, in Überfluss und ständige Verfügbarkeit ist so schnell und abstrakt.
Selbstversorgung fokusiert meine Aufmerksamkeit auf die wirklich wichtigen Dinge.

Mahlzeiten als Lebensmittel, Mittel zum Leben.
Einfache Dinge:

Rezepte mit wenigen Zutaten,
gefüllte Vorratsgläser im Regal,
Tage im Garten und Erde an den Händen.

Sie lösen nicht alles, aber diese Arbeit fühlt sich sinnvoll an. Ich schaffe etwas Greifbares. Ich gestalte, statt nur zu konsumieren.

Leben in einer bikulturelle Familie

Heute lebe ich mit meiner Familie in einem bikulturellen Haushalt. Mein Mann bringt andere Wurzeln, andere Gewohnheiten und Selbstverständlichkeiten mit.
Unsere Kinder wachsen nicht zwischen zwei Kulturen auf, sondern mit ihnen – sie dürfen beides haben, und wir dürfen gemeinsam etwas Neues schaffen. Etwas Echtes, das sich nach uns anfühlt.

Und sonst?

Ich schreibe, ich gärtnere, ich koche.
Ich denke viel nach und habe viele Ideen.

Ich bin Mutter von zwei Töchtern und zwei Söhnen.
Perfekt bin ich nicht. Aber ich bemühe mich, ehrlich zu sein – mit mir selbst und mit anderen.

Auf lustamlandleben.de teile ich unseren Alltag auf dem Hof: Rezepte, Anbautipps, Gedanken zu Care-Arbeit und Selbstversorgung sowie praktische Anleitungen für kleine, umsetzbare Veränderungen.

Entdecke meine Rezepte

Die Gesellschaft polarisiert gern.
Ja, ich bin Hausfrau. Ja, ich lebe in manchen Punkten so, wie es heute unter Begriffen wie „Tradwife“ diskutiert wird. Und trotzdem vertrete ich andere Werte.

Ich glaube nicht an starre Rollenbilder. Ich glaube an Wahlfreiheit, an Verantwortung und an wirtschaftliche Ehrlichkeit. Ich habe dieses Leben bewusst gewählt – mit seinen Vorteilen und mit seinen Spannungen. Vieles hat eine gesellschaftliche Dimension. Aber vieles möchte ich auch einfach leben, ohne es ständig verteidigen zu müssen.

Ich habe mich in diesem Leben gefunden. Es passt zu mir, und dafür bin ich dankbar. Gleichzeitig weiß ich, dass nicht jede Person diese Wahl hat. Nicht jede Familie kann frei entscheiden, wie Arbeit, Fürsorge und Einkommen verteilt sind.

Ich wünsche mir, dass mehr Menschen echten Gestaltungsfreiraum haben. Dass Lebensmodelle aus Überzeugung entstehen – nicht aus Druck oder Not. Und dass niemand sein Leben rechtfertigen muss, solange es selbstbestimmt und verantwortungsvoll geführt wird.

Wie ich arbeite:
Ich entwickle meine Inhalte eigenständig und recherchiere sorgfältig.
Technologien wie KI-Tools nutze ich gelegentlich zur Strukturierung oder Ideensammlung. Die Inhalte selbst entstehen aus meiner eigenen Erfahrung, werden von mir geprüft und verantwortet.

Alles, was ich veröffentliche, entspricht meiner Haltung und Überzeugung.

Meine Briefe für dich

Selbstversorgung, Küche, Garten oder feministische Gedanken?
In meinen Briefen findest du Inspiration rund ums bewusste Leben – mal ein neues Rezept, mal Gartenglück, mal Gedanken über Care-Arbeit und gesellschaftlichen Wandel.

„Lust auf Leben – der Brief von Linn“ – erscheint jeden Freitagmorgen: ein kleiner Gruß aus dem Garten, aus der Küche und mitten aus dem Leben. Mit ehrlichen Worten, einfache Ideen und Selbstversorger-Impulse direkt in dein Postfach.

Und wenn du magst, kannst du später selbst wählen, was du am liebsten liest.

Starte jetzt – mit deinem Geschenk von mir dazu!