Bunter Kartoffelsalat mit Zuckererbsen, Paprika und Hüttenkäse
Kartoffelsalat mit Zuckererbsen und Paprika. Zutaten, die im Frühsommer frisch und knackig und gut erhältlich sind! Ein paar frische Zutaten aus dem Garten, beliebtes Gemüse aus dem Supermarkt, ein einfaches Dressing und etwas Zeit zum Durchziehen – fertig ist dieser leichte, vegetarische Kartoffelsalat, der einfach immer geht.
Besonders schön: Dieser Salat vereint das Beste aus zwei Welten – sättigende Kartoffeln und frisches, buntes Frühlingsgemüse. Und wie bei vielen meiner beliebtesten Rezepte, kommt auch hier wieder Hüttenkäse ins Spiel – cremig, eiweißreich und herrlich unkompliziert.
Die magischen Zutaten: Zuckererbsen und Hüttenkäse!

Zuckererbsen gehören zu den ersten Pflanzen, die im Frühling richtig loslegen – und jedes Jahr freue ich mich aufs Neue über ihr zartes Grün. Aber auch später im Jahr können jederzeit diese kleinen Wachstumspakete angebaut werden.
In Reihen gesät, ranken sie sich bald an Netzen, Drahtgittern oder selbstgebauten Kletterhilfen empor. Es ist erstaunlich und Kraftschöpfend sie zuzugucken: Aus kleinen, unscheinbaren Samen sprießen so viel Lebendigkeit.
Und irgendwann, oft ganz plötzlich, ist Erntezeit – und wenn sie es nicht sofort in den Mund wandern, dann landen die knackig-frischen Zuckererbsen in Butter in einer Pfanne kurz geschwenkt direkt im Salat. So schmeckt der Garten.

Warum Kartoffelsalat mit Zuckererbsen perfekt für den Alltag ist
Es gibt Tage, da bin ich ganz bei mir. Und andere, da tauche ich ab – in Gedanken, in Aufgaben, in Emotionen. Mein Fokus springt, mein Antrieb ist flatterhaft, und plötzlich ist schon wieder Mittag.
Was mir dann stützt, ist vorgearbeitet zu haben.
Care-Arbeit braucht Freiheit – nicht Geschlecht
Irgendjemand muss fürs Essen sorgen. Häufig bin ich das. Nicht, weil ich es besser kann – im Gegenteil: Mein Mann ist der deutlich strukturiertere Koch. Aber seine Arbeitszeiten lassen es oft nicht zu. Zu starr sind die Vorgaben, zu wenig Raum bleibt für gleichberechtigtes Gestalten.
Wer die Care-Arbeit übernimmt, sollte keine Frage des Geschlechts, der Rolle oder der sexuellen Identität sein.
Auch in queeren Familien, in wechselnden Konstellationen, in WG-Küchen oder Co-Parenting-Alltagen: Essen muss gemacht werden. Und wer gerade zuständig ist, braucht Luft zum Atmen.
Was mir hilft: Freiheit in der Organisation.
Dieses Rezept lässt sich Schritt für Schritt vorbereiten – so, wie es in meinen Tag passt. Kartoffeln vorkochen – check.
Paprika waschen – check.
Zuckererbsen ernten – check.
Diese Schritte müssen nicht direkt aufeinander folgen sondern dann, wenn es am besten passt. Arbeit, die ich dann erledigen kann, wenn ich kann. Dann ist die arbeit, die ich erledigen muss, wenn ich sie erledigen muss möglichst gering. Machbar, selbst wenn ich in dem Moment keine Lust habe. Ich kann Pausen machen, wenn ich sie brauche. Ich kann etwas stehen lassen und später wiederkommen.
Und wenn alles fertig ist, steht da ein vorbereiteter Salat im Kühlschrank.
Inmitten eines Alltags, der oft von anderen Taktgebern bestimmt wird, ist das meine Art, mir ein Stück Gestaltungsmacht zurückzuholen – leise, wirksam, echt.
Wenn mein Interesse nicht berechenbar ist, ist dieser Salat es. In einem klaren, kraftvollen Moment vorbereitet, steht er dann sicher eingepackt im Kühlschrank. Und genau das macht ihn so wertvoll: Er gibt mir Struktur, wenn mein Denken sich auf Umwege begibt.
Wie eine kleine Alltagsspur, der ich folgen kann – zurück zu mir selbst.

Warum gerade dieser Salat: knackige Zuckererbsen und Hüttenkäse!
Ich mag es, wenn ein Gericht satt macht, aber nicht beschwert.
Dieser Kartoffelsalat ist genau das – eine bunte, leichte Kombination, die gleichzeitig nährt und gut tut. Die Zuckererbsen bringen eine feine Süße und Knackigkeit, der Hüttenkäse macht’s cremig und mild, die frischen Kräuter holen den Garten mit auf den Teller.
Ein Rezept, das nicht viel braucht – aber viel gibt.
Für mich ist das eine Form von sanfter Selbstfürsorge, die auch dann funktioniert, wenn mein Alltag es gerade nicht tut.
Gerade wenn es im Alltag turbulent ist, ist so ein einfaches, ehrliches Rezept Gold wert.
Bunter Kartoffelsalat mit Hüttenkäse, Paprika, Zuckererbsen & Gartenkräutern
Ingredients
- 800 g festkochende Kartoffeln
- 1 rote Paprika
- 150–200 g Zuckererbsen
- 1 Handvoll Gartenkräuter (z. B. Petersilie, Schnittlauch, Estragon)
- 200 g Hüttenkäse
- 1 EL Rapsöl oder mildes Olivenöl
- 1 TL Senf
- Salz, Pfeffer
Instructions
- Kartoffeln mit Schale kochen, abkühlen lassen, pellen und in Würfel schneiden.
- Paprika fein würfeln, Zuckererbsen waschen, die Enden entfernen und in kochendem Wasser ca. 1 Minute blanchieren (oder in der Pfanne kurz anbraten), dann abkühlen lassen und in Stücke schneiden.
- Gartenkräuter fein hacken.
- Aus Hüttenkäse, Öl, Senf, Salz und Pfeffer ein cremiges Dressing anrühren.
- Alles in einer großen Schüssel vermengen und vor dem Servieren etwas durchziehen lassen.
Notes
Extra-Tipp: Ein Spritzer Zitronensaft oder etwas Zitronenabrieb hebt den Geschmack der Zuckererbsen wunderbar hervor!
Kartoffelsalat mit Zuckererbsen: Perfekt für Meal Prep, Picknick oder Grillabend?
Auch dieser Kartoffelsalat lässt sich super vorbereiten – er hält sich im Kühlschrank locker ein bis zwei Tage und schmeckt am nächsten Tag oft sogar noch besser. Ideal für Meal Prep, Lunchboxen oder als leichte Beilage beim Grillen. Sowohl Zuckererbsen
Wenn du magst, kannst du ihn auch in Gläser abfüllen – perfekt für unterwegs oder als kleines Mitbringsel zum Gartenfest.
Hüttenkäse selber machen?
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